Emstek. Vor dem Hintergrund, dass derzeit zahlreiche hessische Kommunen nach einem entsprechenden Gerichtsurteil über die Einführung einer Pferdesteuer nachdenken, fordert das FDP-Gemeinderatsmitglied Willy Schnieders, dass die Gemeinde Emstek der Erhebung einer solchen Steuer eine klare Absage erteilt, denkbar wäre hier auch eine Resolution. Die FDP fordert ein klares Bekenntnis gegen die Einführung der Pferdesteuer in Emstek. „Die Pferdesteuer ist eine Bagatellsteuer. Es ergeben sich kaum Einnahmen bei maximalem Verwaltungsaufwand“, sagte das Gemeinderatsmitglied Willy Schnieders.

Laut Schnieders sei es im Pferdeland Niedersachsen geradezu absurd, die Pferdesteuer einzuführen. Gerade auch deshalb, weil das Pferd ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor ist. Studien zufolge kommen auf ein Pferd etwa drei bis vier Arbeitsplätze. Darüber hinaus ist Reitsport Breitensport und kein Luxus. Gerade für Kinder aus Familien mit mittlerem Einkommen würde aber die Pferdesteuer zu einem Ausschluss führen.

Willy Schnieders: „Die Kosten für Angebote wie zum Beispiel das therapeutische Reiten oder die pädagogisch wertvolle Arbeit, in der Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen, würden bei einer Einführung der Pferdesteuer explodieren.“