Cloppenburg. Bei einem Besuch von Vertretern der FDP aus dem Landkreis Cloppenburg hat die Geschäftsführung des St. Josefs-Hospitals am vergangenen Mittwoch über die geplanten Bau- und Sanierungsmaßnahmen informiert. Weitere Themen des Gespräches waren die positive Belegungsentwicklung und die Erweiterung des medizinisch-pflegerischen  Leistungsspektrums im Krankenhaus und seinen angeschlossenen Einrichtungen. Die Gäste begrüßten die geplante Modernisierung und äußerten die Erwartung, dass die umfangreiche Investition unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen eine Stärkung der Gesundheitsversorgung im Landkreis und neues Patientenvertrauen nach sich zieht.

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Bei einem Rundgang stellte Geschäftsführer Michael gr. Hackmann die maßgeblichen Veränderungen und Verbesserungen an der Immobilie im Verlauf der insgesamt etwa sechs- bis siebenjährigen Bauphase dar. Wenn im Herbst mit der Eröffnung des ersten Bauabschnitts begonnen werde, so gr. Hackmann, würde sich das Gesicht des Hauses Schritt für Schritt zum Positiven verändern. Die Immobilie werde faktisch um die eigene Achse gedreht, um die Gebäudeanordnung kompakter zu gestalten, Laufwege zu verkürzen und somit Arbeitsabläufe effizienter zu machen. Größere, modernere Stationen würden den Patientenkomfort erhöhen und gleichzeitig einen wirtschaftlicheren Betrieb ermöglichen. Der Umbau sei eine organisatorische und logistische Herausforderung, der man aber zuversichtlich entgegengehe.

Mit der Investition in Höhe von rund 27 Millionen Euro würden auch dank der Unterstützung des Landes Niedersachsen neue Perspektiven für das Haus eröffnet. „Wir sichern die medizinische Versorgung im Landkreis langfristig ab. Mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung und die gewachsenen Erwartungen der Patienten an die Unterbringung ist die Sanierung ein notwendiger und richtiger Schritt“, so gr. Hackmann. Zuletzt konnte das St. Josefs-Hospital einen Zuwachs von rund 15 Prozent bei den stationären Leistungen verzeichnen. Angesprochen auf die Nachbarkliniken in Friesoythe und Löningen fügte der Geschäftsführer hinzu: „Die demografische Entwicklung erfordert spezialisierte und wohnortnahe Behandlungsangebote. Wir benötigen auch künftig alle drei Krankenhäuser im Landkreis.“

Der Kreistagsabgeordnete Clemens Poppe sieht das Cloppenburger Krankenhaus auf einem guten Weg und wirbt für Unterstützung aus der Politik: „Die FDP-Fraktion im Kreistag wird die geforderte finanzielle Beteiligung des Landkreises an den Maßnahmen unterstützen, um den jahrelangen Investitionsstau zu beseitigen und das Krankenhaus grundlegend auf die Ansprüche an eine moderne Gesundheitsversorgung vorzubereiten.“  Yilmaz Mutlu, Bezirksvorstand der Cloppenburger FDP, hatte den Besuch im Haus angeregt. Sein Fazit: „Aus unserer Sicht bedeuten die vorgestellten Bau- und Modernisierungsmaßnahmen eine stärkere Integration des St. Josefs-Hospitals in die Stadt Cloppenburg. Die geplante Überführung der Soeste wird zudem den Zugang verbessern und positive Auswirkungen auf das Verkehrsgeschehen rund um das Krankenhaus haben.“ Auch künftig werde man den Dialog mit dem Krankenhaus gezielt suchen und die Entwicklung der Einrichtung begleiten.