Landkreis Cloppenburg. Der stellvertretende Vorsitzende der Freien Demokraten im Landkreis Cloppenburg, Bernard Fangmann übt scharfe Kritik an der aktuellen Agrarstatistikerhebung, die derzeit vom Landesamt für Statistik erhoben wird.

„Der Zeitpunkt dieser verpflichtenden Stichprobe ist denkbar schlecht gewählt“, so Fangmann. „Jetzt, wo wir Landwirte wieder mit der Feldarbeit beginnen müssen, sollen nebenbei noch auf 42 Seiten umfangreiche Angaben zum Betrieb gemacht werden“, so Fangmann weiter. Im Rahmen der repräsentativen Stichprobenerhebung sollen Betriebsleiter Angaben über Pachtpreise, Bodenbearbeitung, Erosionsschutz, Eigentumsverhältnisse, Bewässerung, Einkommenskombination, Arbeitskräfte, Haupt- und Nebenerwerb, Wirtschaftsdünger und Berufsausbildung machen.

„Die Landwirte in unserem Land werden zwangsweise immer mehr zu Bürohengsten“, spricht der Kreisvorsitzende der Freien Demokraten, Peter Friedhoff die Situation an. Ein grundlegender Bürokratieabbau in der Landwirtschaft ist laut Friedhoff längst überfällig und die aktuelle Erhebung zwingt die Betriebsleiter wieder einmal an den Schreibtisch.

„Als Landwirt sollte man doch mehr Zeit für die Feldarbeit und die Tiere aufwenden, als für die Bürokratie, die bereits die umfangreichen Dokumentationspflichten mit sich bringen“, so Bernard Fangmann, der im Umgang mit den Betriebsleitern mehr Realitätsnähe zum Alltag auf landwirtschaftlichen Betrieben fordert.