Die Freien Demokraten im Kreisverband Cloppenburg fordern die Landesregierung in Hannover dazu auf, den Landkreis Cloppenburg, wie seine Nachbarlandkreise Vechta, Oldenburg und Emsland in die Förderkulisse „Herdenschutz“ aufzunehmen. Hier sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Landesregierung den verbindenden Kreis Cloppenburg bisher nicht aufgenommen habe. Die Liberalen fragen sich, ob denn immer erst etwas passieren müsse, bevor man in Hannover handele. Dass sich wild lebende Tiere nicht an Landkreisgrenzen halten, sollte nach Ansicht der Liberalen auch der rot-grünen Landesregierung bekannt sein.

Kreisvorsitzender Peter Friedhoff hierzu: „Der notwendige Nachweis des Wolfes im Kreisgebiet ist durch die Bildaufnahmen aus der Gemeinde Emstek erbracht, jetzt müssen dringend alle formalen Voraussetzungen erfüllt werden, um den Schäfern und Landwirten die Bezuschussungen für einen vorbeugenden Herdenschutz zugänglich zu machen.“

Zugleich machte Friedhoff deutlich, dass das Verfahren nicht so laufen dürfe, wie im Kreis Vechta, wo betroffene Schafzüchter nach Rissen durch den Wolf monatelang auf ihre Entschädigungszahlungen warten mussten.

„Derzeit würden von einem Wolfsriss betroffene Tierhalter nach Erbringung des Nachweises, dass es sich wirklich um einen Wolfsriss handelte, eine Entschädigung für das gerissene Tier erhalten. Erst danach ist es dem Tierhalter möglich, einen Antrag zur Bezuschussung des Herdenschutzes zu stellen“, so die Pressesprecherin des Kreisverbandes, Caroline Covolo.

Dass ein Wolf erst ein Tier reißen muss, bevor der Halter die Schutzmaßnahmen bezuschusst bekommt, ist für die Freien Demokraten im Kreis nicht hinnehmbar. Sie fordern auch die Cloppenburger Abgeordneten der Regierungsfraktionen dazu auf, sich umgehend für die Aufnahme des Landkreises in die Förderkulisse einzusetzen. „Denn“, so der Kreisvorsitzende weiter, „am Ende des Tages seien es vor allem die Tierhalter mit der von den Grünen geforderten Freilandhaltung, die den Schaden haben werden.“